Menschliches und maschinelles Denken beim Lösen von Aufgaben in Mathematik
Vortragender: Prof. Dr. Johann Sjuts, Universität Osnabrück
Datum:Freitag, 27. März 2026
Zeit:17:15 ‑ 18:30 Uhr
Raum:SR 10 in E2 4
Beitrags-Nr.:WM 27-097
Plätze:noch 15 Plätze frei

Für das Lernen von Mathematik sind Aufgaben von essentieller Bedeutung. Das menschliche Denkvermögen entwickelt sich gerade in Mathematik durch die Bearbeitung von Aufgaben und die Auseinandersetzung mit Problemstellungen. Was heißt das jedoch in Zeiten, in denen Sprachmodelle – wie ChatGPT seit 2022 – Aufgaben in Mathematik nahezu umstandslos mit maschinellem Denken erledigen können? Wie kann nun ein didaktisch-methodisch geeigneter Mathematikunterricht aussehen, der ein sinnvolles Zusammenwirken von künstlicher und menschlicher Intelligenz beim mathematischen Denken als Ziel hat?
Der Workshop befasst sich mit Möglichkeiten zur Gestaltung und Nutzung passender Aufgaben. Dreierlei soll im Mittelpunkt stehen, der Umgang mit Falschem und Fehlerhaftem (auch von der künstlichen Intelligenz), die Berücksichtigung metakognitiver Aktivitäten sowie der Einsatz generativer Sprachmodelle. Dabei werden vorrangig Aufgaben aus den frühen S I-Klassen in den Blick genommen.
Zur Sprache kommen sollen auch Folgerungen für Studium, Referendariat und Fortbildung in Mathematik.
Bei alldem ist schließlich zu bedenken: Was enthalten wir jungen Menschen vor, wenn sie nicht die eigene Anstrengung und die eigene Verantwortung beim Lernen, Denken und Verstehen erfahren, wenn sie nicht die Kraft des eigenen Denkens und die ästhetisch-expressive Dimension des mathematischen Denkens erleben?