| Vortragender: | Dr. Christoph Krick, Universität des Saarlandes |
| Datum: | Freitag, 27. März 2026 |
| Zeit: | 17:15 ‑ 18:30 Uhr |
| Raum: | SR 4 in E2 5 |
| Beitrags-Nr.: | WB 27-095 |
| Plätze: | noch 15 Plätze frei |
Mitte der 1980er Jahre beobachtete der amerikanische Politologe James R. Flynn, dass der allgemeine IQ in den Industrieländern seit der Einführung von Intelligenztests in den 1940er Jahren stetig stieg. Flynn argumentierte diesen Anstieg mit zunehmenden geistigen Herausforderungen in einer komplexer werdenden Welt. Mitte der 1990er Jahre stagnierte jedoch dieser "Flynn-Effekt", und seit den 2000er Jahre sinkt der allgemeine IQ wieder zunehmend. Flynn, der sich zunächst schwer tat, diese Negativentwicklung zu akzeptieren, machte schließlich digitale Hilfsmittel und "Internet-Junkfood" dafür verantwortlich. Mit dieser Umkehrung des Flynn-Effekts einhergehend, zeigten die IGLU-Tests eine sinkende Lesefähigkeit im Primarbereich. Heutzutage können 25% der Viertklässler nicht mehr richtig lesen, was die Bildung in der weiterführenden Schule erschwert. In derselben Zeit stiegen die behandlungsbedürftigen psychischen Belastungen gerade im Kindes- und Jugendalter so stark an, dass mittlerweile die Wartezeit für eine diagnostische Abklärung bei über einem Jahr liegt. Was ist los mit den Gehirnen unserer Teenager?!
Schule ist keine Psychotherapie. Was können wir aber unterstützend tun? - Skizzieren Sie Ideen zusammen mit Priv. Doz. Dr. rer. med. Dipl. Biol. Christoph M. Krick, Gehirnforscher und Neuropädagoge