| Vortragender: | Dr. Jochen Scheid, RPTU Landau AG Physikdidaktik und Techniklehre |
| Datum: | Samstag, 28. März 2026 |
| Zeit: | 15:45 ‑ 16:15 Uhr |
| Raum: | 002 in E1 3 |
| Beitrags-Nr.: | VP 28-081 |
| Hinweis: | Anzahl an Sitzplätzen: 171 |
Internationale Forschungsergebnisse zeigen, dass für ein angemessenes Verständnis physikalischer Experimente, Phänomene und Konzepte die Nutzung verschiedener Repräsentationsformen und deren Kohärenz wesentlich sind. Zu diesen Formen zählen z.B. Abbildungen, Diagramme, Vormathematisierungen, Formeln und Texte. Sie gelten als „Sprachen“ der Physik, die unterschiedliche Denkweisen erfordern und verschiedene Aspekte physikalischer Sachverhalte beleuchten. Ihre gemeinsame Verwendung unterstützt ein vertieftes Verständnis.
Berichtet wird von einer mehrfach erprobten Unterrichtseinheit in der Lehramtsbildung der RPTU Kaiserslautern-Landau, in der Studierende das Konzept experimentbezogener Aufgaben mit mehreren Repräsentationsformen theoretisch und praktisch kennenlernen. Diese sogenannten „Repräsentations-Aktivitäts-Aufgaben (RATs)“ haben sich als signifikant lernwirksam erwiesen und eignen sich ab der Mittelstufe aufwärts. Vorgestellt werden die Konstruktionsprinzipien dieser Aufgaben, die das Verknüpfen unterschiedlicher Darstellungsformen fördern und so tiefere Einsichten ermöglichen. Zudem werden Hinweise gegeben, wie sich Fallstricke und unnötige Schwierigkeiten vermeiden lassen, die bei der Erweiterung der Anzahl von Repräsentationsformen in Aufgaben auftreten können. Abschließend wird diskutiert, inwieweit die Unterrichtseinheit auch für Lehrerfortbildungen geeignet ist und welche Anpassungen hierfür sinnvoll wären.