Induktion ohne Magnetfeld? Experimente mit magnetisch abgeschirmten Leitern und Auflösung eines Paradoxons
Vortragender: Prof. Dr. Rolf Pelster, Universität des Saarlandes, Experimentalphysik und Didaktik der Physik
Co-Vortragender: Fabian Schön, Max-Planck-Gymnasium Saarlouis und AG Experimentalphysik und Didaktik der Physik, Universität des Saarlandes
Weitere Co-Autoren: Thomas Klein, Tobias Weber und Nina Siebenpfeiffer
Datum:Samstag, 28. März 2026
Zeit:10:45 ‑ 11:15 Uhr
Raum:002 in E1 3
Beitrags-Nr.:VP 28-074
Hinweis:Anzahl an Sitzplätzen: 171

Bewegungsinduktion lässt sich sowohl über die Änderung des magnetischen Flusses (Faraday’sches Gesetz) als auch über die Wirkung der Lorentzkraft erklären. Eine Induktionsspannung tritt aber auch dann auf, wenn die in einem äußeren Magnetfeld bewegten Leiter von magnetisierbaren Abschirmhüllen umgeben sind. Wir erläutern in einer Reihe von Experimenten, weshalb sich die auf die Leitungselektronen wirkenden Magnetfelder aufheben (B=0), ohne dass die resultierende Lorentzkraft verschwindet – eine wichtige Rolle spielt hierbei das Konzept der Relativbewegung. Die Versuche spiegeln wider, dass es keine Induktionsspannung ohne lokale Wirkung einer elektromagnetischen Kraft gibt. Physiklehrerinnen und -lehrer können und sollten daher zur Erläuterung von Induktionsphänomenen sowohl auf Flussänderungen als auch auf Kräftebetrachtungen zurückgreifen.