Das jugendliche Gehirn im Reifeprozess von Motivatoren, Selbstkontrolle und Sozialkompetenz
Vortragender: Dr. Christoph Krick, Universitätsklinikum des Saarlandes
Datum:Freitag, 27. März 2026
Zeit:15:00 ‑ 15:30 Uhr
Raum:Zeichensaal in E2 5
Beitrags-Nr.:VB 27-072
Hinweis:Anzahl an Sitzplätzen: 40

Die Pubertät ist eine vulnerable Phase, in der sich die jugendliche Kognition weg von Erwachsenen hin auf die Gleichaltrigen einjustiert. Auf dem Entwicklungsweg fällt das Erkennen mimischer Ausdrücke schwerer, so dass emotionale Signale missverstanden werden. Zugleich wandeln die Jugendlichen bezüglich eigener Emotionskontrolle und zuträglicher Risikoabschätzung auf dünnem Eis. Während Autonomiestreben und soziales Vernetzen in den Vordergrund treten, hinken das kindliche Motivationssystem und eine zielführende Nutzwertanalyse in der Entwicklung hinterher. Social Media und MMORPGs, die zwar wenig Sinn versprechen, aber dafür Freude am virtuellen Miteinander, erzielen in dieser Lebensphase eine hohe Kundenbindung, die auch noch durch schulische Misserfolge verstärkt wird. Wie nun umgehen mit Pubertierenden in unserer heutigen Zeit? - Lassen Sie sich von hilfreichen Erkenntnissen und Tipps aus evidenzbasierten Lernarrangements in diesem Spannungsfeld inspirieren!

Priv. Doz. Dr. Christoph M. Krick ist Gehirnforscher und wird Sie in die faszinierende Welt des pubertierenden Lernorgans führen. Dr. Krick ist zugleich Dozent an einer Pädagogischen Hochschule und verbindet das Gestalten von Lernarrangements mit den Erkenntnissen aus seiner Forschungsarbeit zum Fach Neuropädagogik. Ehrenamtlich leitet er ein Schülerforschungszentrum, wo Teenager aus ihrer Sicht heraus Forschungsprojekte zur jugendlichen Psyche und zur optimalen Lernarbeit unternehmen.