| Vortragender: | Phillip Gerald Schoßau, Universität Potsdam |
| Datum: | Samstag, 28. März 2026 |
| Zeit: | 15:45 ‑ 17:00 Uhr |
| Raum: | 014 in E1 3 |
| Beitrags-Nr.: | WP 28-051 |
| Plätze: | noch 20 Plätze frei |
Wer kennt es nicht: Nachdem die Lernenden fertig experimentiert und ihre Ergebnisse ausgewertet haben, folgt die unbeliebte FEHLERbetrachtung. Unsicherheiten der Messung werden dabei in die Kategorien von systematischen und zufälligen FEHLERN einsortiert, meist um Abweichungen von Ergebnissen vom Erwartungswert zu diskutieren. Für die Lernendenden sind diese Kategorien oft nicht nachvollziehbar und die nachträgliche Diskussion wirkt rechtfertigend und aufgesetzt. In der fachdidaktischen Forschung ist das Thema Messunsicherheiten in den letzten 10 Jahren stärker in den Fokus gerückt. Ergebnisse und Ideen dieser Forschung sind in die Bildungsstandards der Sek. I und Sek. II mit eingeflossen. Eine neue Möglichkeit daraus für den Umgang mit Messunsicherheiten ist das 5M-Modell, welches sich an den einzelnen Schritten des Experimentierzyklus orientiert und so für Lernende Herkunft und Einfluss von Messunsicherheiten im kompletten Experimentierprozess sichtbar macht. Der Workshop fokussiert auf den ersten Schritt in der Unsicherheitsbetrachtung: die niederschwellige Identifizierung potentieller Unsicherheitsquellen und deren qualitative Einordnung in ein 5-Kategorien-System. In dem Workshop wird anhand von Unterrichtsbeispielen illustriert, wie das 5M-Modell eingesetzt werden kann und welches Potential es für den Erkenntnisgewinnungsprozess und beim Erlernen naturwissenschaftlicher Arbeitsweisen (NOSI) bietet.