Es lebe die Symmetrie! -- Ein schulgemäßer Zugang zu den relaticistischen Effekten ohne Lorentztransformation
Vortragender: Dr. Michael Bürker, Uni Freiburg
Datum:Freitag, 27. März 2026
Zeit:15:45 ‑ 16:15 Uhr
Raum:Zeichensaal in E2 5
Beitrags-Nr.:VM 27-022
Hinweis:Anzahl an Sitzplätzen: 40

Titel: Es lebe die Symmetrie! –
Ein schulgemäßer Zugang zu den relativistischen Effekten ohne Lorentztransformation

2024 veröffentlichte der Springer-Verlag (Springer-Nature) ein Buch des Referenten mit dem Titel „Von Eratosthenes bis Einstein – eine mathematische Zeitreise durch die Geschichte des physikalischen Weltbilds“. In diesem Werk beschreibt der Referent einen alternativen Zugang zu den relativistischen Effekten. Einstein hatte im seiner Speziellen Relativitätstheorie 2 Postulate aufgestellt, die im Vortrag geometrisch gedeutet werden.
Ohne Lorentztransformation wird neben zwei sich gleichförmig bewegenden Beobachtersystemen A und B mit je einer Weg- und Zeitachse ein rechtwinkliges x-y-Koordinatensystem („Mittelsystem“) eingefügt, dessen Achsen zusammen mit dessen 1. Winkelhalbierenden die Rolle von Symmetrieachsen für die Beobachtersysteme spielen.
Ist zum Beispiel m (>1) die Steigung der Zeitachse von B, so ergibt sich deren Gleichung zu y= mx, die der Zeitachse von A zu y = - mx. Insgesamt ergibt sich eine Dreifachsymmetrie, aus der zum Beispiel folgt, dass die Wegachse des einen Systems zur Zeitachse des anderen Systems orthogonal ist, womit Zeitdilatation und Längenkontraktion an einem rechtwinkligen Dreieck vera­n­schaulicht werden können. Mit Methoden des Schulmathematik wird eine Funktion m → ß(m) sowie deren Umkehrfunktion ß → m(ß) hergeleitet, welche die geometrische Sichtweise algebraisch bestätigt.