| Vortragender: | Clemens Frank, IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik |
| Weitere Co-Autoren: | Prof. Dr. Ilka Parchmann |
| Datum: | Samstag, 28. März 2026 |
| Zeit: | 10:45 ‑ 11:15 Uhr |
| Raum: | 003 in E1 3 |
| Beitrags-Nr.: | VC 28-219 |
| Hinweis: | Anzahl an Sitzplätzen: 99 |
Der Bedarf an Gesundheitsbildung von Schüler*innen, besonders in Bezug auf Arzneimittel, wurde im Verlauf der vergangenen Pandemie, aber auch in aktuellen Debatten über Missbrauch von Schmerzmitteln deutlich sichtbar. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Arzneimitteln und die Entwicklung einer persönlichen Gesundheitskompetenz sollten deshalb schon in den Schulunterricht integriert werden. Durch die Verortung der Pharmazie an der Schnittstelle zwischen Chemie und Biologie sind diese beiden Fachunterrichte besonders geeignet, um entsprechende Lerngelegenheiten zur Gesundheitskompetenz zu platzieren.
Themen der Curricula und Bildungsstandards für die Sekundarstufe II, wie beispielsweise Stoff-Eigenschafts-Beziehungen oder Enzymhemmung, können vor dem Kontext der Interaktionen zwischen Wirkstoffen und Proteinen auf molekularer und phänomenologischer Ebene behandelt werden. Einen fachlichen Anknüpfungspunkt bietet das LADME-Modell der Pharmazie, mit dem der Weg eines Arzneistoffes im Körper – von der Aufnahme bis zu Ausscheidung – beschrieben wird.
Im Rahmen dieses Vortrages sollen praxisnahe Einblicke in die Entwicklung eines außerschulischen Lernangebotes gegeben werden. Dabei steht die Präsentation in der Schule einsetzbarer Experimente mit pharmazeutischem Bezug im Fokus. Durch die Experimente mit alltäglichen Medikamenten können Anknüpfungspunkte an die Lebenswelt von Schüler*innen verdeutlicht und so deren Relevanzwahrnehmung gefördert werden.