Wie verbunden fühlst du dich mit der Natur? Naturverbundenheit als affektives Lernziel im Biologieunterricht fördern
Vortragender: Sören Werner, Universität Münster, Zentrum für Didaktik der Biologie
Weitere Co-Autoren: Marcus Hammann (Universität Münster, ZDB)
Datum:Samstag, 28. März 2026
Zeit:11:30 ‑ 12:00 Uhr
Raum:001 in E1 3
Beitrags-Nr.:VB 28-211
Hinweis:Anzahl an Sitzplätzen: 99

„In der Natur zu sein, macht mich sehr glücklich“ und „Ich bewundere immer die Schönheit in der Natur“ sind nur zwei Aussagen, denen naturverbundene Lernende zustimmen, wenn sie nach ihren Gedanken und Gefühlen gefragt werden. Biologischen Originalen in der Natur zu begegnen, vermittelt einen solchen emotionalen und werteorientierten Zugang und ist im Biologieunterricht zu ermöglichen (KMK, 2024). Schließlich ist die Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen eine Schlüsselkompetenz, die im Rahmen einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) erworben werden soll (UNESCO, 2017). Da Naturverbundenheit als ein starker Prädiktor für pro-umweltbezogene Verhaltensweisen gilt, ist dieses umweltpsychologische Konstrukt beispielsweise anschlussfähig an die sozio-emotionalen Lernziele des SDG 15 „Leben an Land“ und im Hinblick auf Umweltbildungs-, Naturschutz- und Biodiversitätsthemen stärker im Biologieunterricht zu adressieren.
Dieser Beitrag versucht aufzuzeigen, wie die insbesondere bei Lernenden der Mittelstufe gering ausgeprägte Naturverbundenheit gefördert werden kann. Der interaktive Vortrag diskutiert einen Ansatz, inwiefern der Biologieunterricht, z.B. exkursionsbegleitend, Lernende bei der Selbstreflexion über persönlich relevante Erfahrungen in der Natur unterstützen kann und welche unterrichtlich angebotenen Naturerlebnisaktivitäten (mit fachübergreifenden Bezügen) als naturverbundenheitsförderlich wirken können.