| Vortragender: | Dr. Hans-Otto Carmesin, Studienseminar Stade und Gymnasium Athenaeum |
| Datum: | Samstag, 28. März 2026 |
| Zeit: | 16:15 ‑ 16:45 Uhr |
| Raum: | 002 in E1 3 |
| Beitrags-Nr.: | VP 28-196 |
| Hinweis: | Anzahl an Sitzplätzen: 171 |
Am GPS erkennen wir die Bedeutung synchronisierter Uhren für die Navigation. Dabei ist die relativistische Zeitdilatation zu beachten: Der Kontext Laser-Entfernungsmessers führt zur kinematischen Zeitdilatation. Die gravitative Zeitdilatation entdecken wir am Kontext Freifallturm.
Kognitiv anregend und ergiebig ist das Zwillingsparadoxon: Ein Zwilling bleibt auf der Erde, der andere fährt ins All. Wäre das adäquaten Koordinatensystems (AKS), das die Natur richtig beschreibt, frei wählbar, könnte jeder der Zwillinge sagen, er altere langsamer. Also brauchen wir das AKS.
Dazu legte schon das Foucault – Pendel die Winkelgeschwindigkeit des AKS fest: 360° pro Tag relativ zur Erde.
Auch bei der Newtonschen Mechanik ist das AKS festgelegt, es ist das inertiale Koordinatensystem, denn nur in diesem gelten die Newtonschen Axiome.
Eine empirische Lösung des Zwillingsparadoxons liefern uns Messungen der D1-Mission im Orbit: Der Reisende altert langsamer.
Eine institutionelle Teillösung bietet die Internationalen Astronomischen Union (IAU): Für die erdnahe Raumfahrt wird ein geozentrisches Koordinatensystem empfohlen.
Somit ist die Relativitätstheorie unvollständig, da sie kein AKS bietet und alle Koordinatensysteme für gleichberechtigt hält.
Wir leiten allgemein für jeden Punkt im Universum das AKS her.
Ich berichte über Erfahrungen aus dem Unterricht.
Lit.: Burisch, C. et al. (2025): Universum Physik Gesamtband S II, Ausgabe B. Berlin: Cornelsen Verlag.