Mathematik an einem kundenorientierten bayerischen Gymnasium
Vortragender: Dr. Manfred Schmelzer, AK Geometrie
Datum:Samstag, 28. März 2026
Zeit:17:15 ‑ 17:45 Uhr
Raum:003 in E1 3
Beitrags-Nr.:VM 28-019
Hinweis:Anzahl an Sitzplätzen: 99

In den Mitteilungen der DMV 2/2017 wurde eine einhellige Meinung von Didaktikern wiedergegeben, dass die Lücke zwischen Schule und Hochschule größer geworden ist. Die inhaltliche Kritik am heutigen Unterricht ist berechtigt, z. B. am Verschwinden des Beweisens oder dem „Üben ohne Verstehen“, wie Erich Wittmann im Artikel „Von allen guten Geistern verlassen" in Profil, Juni 2014, beschrieben hat.
Aus meiner langjährigen Beobachtung der Leistungsentwicklung aller Schüler von der 5. Klasse bis zum Abitur ergibt sich, dass der Lernfortschritt in einem Unterrichtsjahr stärker durch die Vorprägung der Schüler als durch die aktuelle Lehrkraft bestimmt ist. Hierfür habe ich den Känguruwettbewerb, den BMT (bayerische Mathematik-Test) und die Abiturergebnisse in den G8-Jahrgängen ausgewertet.
Der moderne Aufgaben- und prüfungsorientierte Unterricht krankt an seinem Verzicht auf die Entwicklung einer schulfachübergreifenden Auffassungsgabe. Dies schadet vor allem den Mädchen.