Sprachbildung im Chemieunterricht – ein elementarer Prozess für nachhaltige Erkenntnisgewinnung
Vortragende: Ursula Pfangert-Becker, Universität des Saarlandes - Didaktik der Chemie
Datum:Freitag, 27. März 2026
Zeit:11:15 ‑ 11:45 Uhr
Raum:SR 3 in E2 5
Beitrags-Nr.:VC 27-170
Hinweis:Anzahl an Sitzplätzen: 25

Basierend auf Hospitationen des Chemieunterrichts von LehramtsanwärterInnen in der zweiten Ausbildungsphase (Gymnasium Klassenstufe 8-12) hat die Referentin verbale Unterrichtsbeiträgen dokumentiert, die verdeutlichen, welche Bedeutung Fachlichkeit und Sprachlichkeit sowohl für den Lehr- als auch den Lernprozess haben.
Für SchülerInnen ist es oft schwierig, Problemstellungen, Versuchsbeobachtungen und Versuchsergebnisse fachsprachlich korrekt zu formulieren, sowie den Weg des naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns im Zusammenhang zu verbalisieren. Die Schwierigkeiten belaufen sich nicht nur auf die Anwendung, sondern auch auf die Rezeption der Fachsprache.
An Lehrende wird die Anforderung gestellt, im Interaktionsprozess mit ihren SchülerInnen sensibel deren Lernbarrieren zu erfassen und Hilfen zur fachbezogenen Sprachförderung bereitzustellen.
Der Vortrag zielt darauf ab, an dokumentierten Unterrichtsbeispielen aufzuzeigen, welche Bedeutung Sprachbewusstheit und Sprachsensibilisierung im allgemeinen wie im fachsprachlichen Sinne für den Aufbau eines chemischen Grundverständnisses haben. Dabei stellt die Wechselseitigkeit in der verbalen Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden im Chemieunterricht das zentrale Element dar.