| Vortragender: | Franz Brakel, Universität Münster |
| Co-Vortragender: | Prof. Dr. Gilbert Greefrath, Universität Münster |
| Datum: | Samstag, 28. März 2026 |
| Zeit: | 11:30 ‑ 12:00 Uhr |
| Raum: | 003 in E1 3 |
| Beitrags-Nr.: | VM 28-156 |
| Hinweis: | Anzahl an Sitzplätzen: 99 |
Die Einführung bundesweit verbindlicher Bildungsstandards durch die Kultusministerkonferenz (KMK) markiert einen zentralen Schritt zur Qualitätssicherung und -entwicklung im deutschen Bildungssystem. Ziel dieser Standards ist es, Transparenz über schulische Anforderungen herzustellen, die Entwicklung eines kompetenzorientierten Unterrichts zu fördern und eine Grundlage für die Überprüfung der erreichten Lernergebnisse zu schaffen.
Die Bildungsstandards wurden als Regelstandards formuliert – sie geben also an, welche Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler im Durchschnitt zu einem bestimmten Zeitpunkt erreichen sollen. Damit ist die Frage offen, welche inhaltlichen Mindestanforderungen Schüler:innen zu diesem Zeitpunkt beherrschen sollten – die Frage nach den Mindeststandards.
Diese Frage wird in dem vorgestellten Projekt untersucht. Aufgrund ihrer Berufserfahrung mit der Priorisierung von Unterrichtsinhalten werden Lehrkräfte befragt, welche inhaltsbezogenen Kompetenzen für Sie einen mathematischen Mindeststandard darstellen. Ziel ist es, Kriterien für die Ausweisung von Mindeststandards aus den Bildungsstandards entwickeln. Betrachtet werden dabei die Bildungsstandards am Ende der Sek. I, da so die Mindestanforderungen für alle Schüler:innen nach ihrer Pflichtschulzeit in den Blick genommen werden können.
Im Vortrag werden erste Ergebnisse für konkrete Mindeststandards vorgestellt und ihre Umsetzung beispielhaft diskutiert.