| Vortragender: | Dr. Jann Frey, Gymnasium Liestal |
| Co-Vortragender: | Dr. Johannes Hoffner, Kantonsschule Stein |
| Datum: | Samstag, 28. März 2026 |
| Zeit: | 17:15 ‑ 18:30 Uhr |
| Beitrags-Nr.: | VC 28-148 |
Chiralität zählt zu den grundlegenden Strukturmerkmalen der Chemie und ist zentral für das Verständnis zwischenmolekularer Wechselwirkungen, biologischer Selektivität und moderner Wirkstoffforschung. Daher ist das Konzept in allen Lehrplänen der gymnasialen Oberstufe verankert – über Begriffe wie Stereochemie, optische Aktivität, Enantiomere oder direkt als Chiralität.
Im Unterricht zeigt sich jedoch häufig, dass Lernende Schwierigkeiten haben, die räumliche Vorstellung von Chiralität und deren Auswirkungen auf molekularer Ebene zu entwickeln. Der Workshop setzt hier an: Vorgestellt werden makroskopische Modelle, mit denen das abstrakte dreidimensionale Konzept haptisch und visuell greifbar wird. Ein besonderer Fokus liegt darauf, wie spiegelbildliche Objekte – analog zu Enantiomeren – unterschiedliche zwischenmolekulare Wechselwirkungen eingehen können, obwohl sie äußerlich „gleich“ erscheinen.
Die Teilnehmenden erproben die Modelle selbst, diskutieren deren didaktische Wirksamkeit und erhalten Anregungen für den Einsatz in heterogenen Lerngruppen. Alle vorgestellten Materialien lassen sich mit geringem Aufwand herstellen oder sind im Alltag verfügbar. Ziel des Workshops ist es zu zeigen, wie das Struktur-Eigenschafts-Konzept der Chiralität nachhaltig verankert werden kann – durch Modelle, die den entscheidenden Perspektivwechsel vom äußeren Aufbau zum molekularen Verhalten ermöglichen.