Raumkrümmung, Expansion des Universums und Gravitationswellen im Unterricht
Vortragender: Prof. Dr. Friedrich Herrmann, Karlsruher Institut für Technologie
Datum:Freitag, 27. März 2026
Zeit:15:45 ‑ 16:15 Uhr
Raum:HS II in E2 5
Beitrags-Nr.:VP 27-012
Hinweis:Anzahl an Sitzplätzen: 200

Der Nachweis von Gravitationswellen wird als eines der großen Experimente dieses Jahrhunderts in die Geschichte eingehen. Natürlich müssen Gravitationswellen auch ein Thema des Physikunterrichts sein. Da sie ein Effekt der allgemeinen Relatitvitätstheorie sind, könnte man denken, dass die Behandlung im Unterricht schwierig ist. Braucht man dazu nicht die Tensorrechnung? Braucht man nicht die Verschmelzung von Raum und Zeit zur Minkowski-Raumzeit? Hat man es nicht mit der Einstein-Gleichung zu tun, d.h. einer nichtlinearen Differentialgleichung?
Im Vortrag wird gezeigt, dass es auch einfacher geht. Man kann getrost Raum und Zeit getrennt lassen wie in der Newtonschen Mechanik. Außerdem sind die Gravitationswellen ein so kleiner Effekt, dass die Nichtlinearität der Einstein-Gleichung keine Rolle spielt, und man kommt auch gut ohne Tensorrechnung aus.
Es wird eine etwa dreistündige Unterrichtseinheit zum Thema skizziert.