| Vortragende: | Julia Rehkemper, Universität Bielefeld |
| Co-Vortragender: | Prof. Dr. Claas Wegner, Universität Bielefeld |
| Datum: | Freitag, 27. März 2026 |
| Zeit: | 11:15 ‑ 11:45 Uhr |
| Raum: | E 04 in E2 6 |
| Beitrags-Nr.: | VF 27-100 |
| Hinweis: | Anzahl an Sitzplätzen: 40 |
Monoedukation ist ein beständiges Element zur Förderung von Mädchen in MINT. Die gleichgeschlechtlichen Lerngruppen sollen sichere Erfahrungsräume bieten, das Wohlbefinden fördern und den Schülerinnen einen zwanglosen Umgang mit MINT-Inhalten ermöglichen. Damit verfolgen die Veranstalter:innen ein wichtiges Ziel; Sie möchten der Unterrepräsentation von Frauen in MINT entgegenwirken, einen Beitrag für eine gleichberechtigte Gesellschaft und soziale Nachhaltigkeit schaffen. Dennoch ist Monoedukation Gegenstand eines anhaltenden Diskurses und wird insbesondere aus wissenschaftlicher Perspektive kritisch betrachtet. Es mangelt im Kontext MINT an belastbaren Befunden zur Effektivität dieser Strategie. In diesem Vortrag wird dieser Diskurs aufgegriffen und die aktuelle Forschungslage dargestellt. Ziel ist es, einen neuen Blickwinkel auf Monoedukation zu eröffnen, der Lehrenden eine fundierte und affektneutrale Einordnung der Thematik ermöglicht. Dabei werden durch partielle Monoedukation Anknüpfungspunkte für den MINT-Unterricht vorgestellt, die über den Einsatz in der Sexualerziehung hinausgehen. Im Fokus stehen sowohl die Chancen des gleichgeschlechtlichen Unterrichts als auch die Grenzen des Konzepts in der schulischen Praxis. In diesem Zusammenhang werden zudem Einblicke in das Vorhaben M.i.N.T. – Mädchen in Naturwissenschaften und Technik gegeben, welches untersucht, inwiefern Monoedukation selbstbezogene Kognitionen von Mädchen beeinflusst.